Arbeiten mit WS FTP LE 4.6
Voraus-
setzungen
Jedes FTP-Programm - so auch WS FTP - muss vor der ersten Datenübertragung vorbereitet werden. Hierzu sind einige Voraussetzungen notwendig. Dies sind:
  1. Sie haben bereits eine Internet-Verbindung auf Ihrem Computer installiert. Dies kann ein reiner Einwahl-Provider sein (z.B. Zugang über Uni, einen Internet-by-Call-Anbieter oder einen lokalen Provider) oder einer der großen Dienste T-Online, AOL oder Compuserve.
  2. Natürlich benötigen Sie auch noch einen Platz (Webspace) auf einem Internet-Server, auf dem Sie Ihre Webseiten ablegen dürfen. In diesem Fall verfügen Sie über folgende Angaben:
    • Die User ID (oder LogIn-Name) weist sie als berechtigte/n Benutzer/in aus.
    • Das Passwort identifiziert Sie als diese/n Benutzer/in.
    • Die Internet-Adresse ihres Servers (Host Name/Address) oder Ihrer Domain/URL (also z.B. gew.telebus.de oder 190.233.2.343)
    • Da Ihnen in der Regel nicht allein ein Server zur Verfügung steht, sind Ihre Webseiten auf dem Server in einem Ihnen zugeordneten Verzeichnis abgelegt (z.B. /www/570/htdocs/). Diese Pfadbezeichnung (Remote Host Directory) kann notwendig sein, wenn die Serversoftware Sie bei der Einwahl nicht automatisch in das Start-Verzeichnis leitet.
    • Die Pfadbezeichnung (Local Directory) zu Ihrem Webverzeichnis auf dem eigenen Computer (z.B. C:/Eigene Dateien/html website/homepage telebus/)
Profil festlegen

Beim Start des Programms oder durch Wahl von Connect öffnet sich die Formularansicht Eigenschaften von Session mit der Ansicht General. Hier können Sie nun entweder eine vorbereitete Zieladresse auswählen oder mittels New ein neues Ziel (Profil Name) eingeben.
Neues Profil anlegen
  1. Profile Name ist eine freie Bezeichnung für das Einwahlprofil.
  2. Unter Host Name/Address geben Sie die Internet-Adresse des realen oder virtuellen Servers ein, also zum Beispiel ftp.novell.com bzw. www.novell.com, oder wie in unserem Beispiel gew.telebus.de.
  3. Bei Host Type liegen Sie mit Automatic detect in den meisten Fällen goldrichtig. Wenn Sie das System des Servers kennen, können Sie es . soweit vorhanden - aus der Liste direkt wählen.
  4. User ID ist ihre Zugangskennung, die Ihnen vom Betreiber des Servers genannt wurde. Dieser Benutzername kann mit dem richtigen Namen identisch sein, ist aber häufig ein erfundener Begriff. Wenn kein Benutzername bekannt ist, kann mittels Anonymous ein anonymer Zugang versucht werden.
  5. Password ist gewissermaßen der Geheimschlüssel für den Datenzugriff und wird demzufolge auch nur verdeckt (Sternchen) angezeigt. Di Speicherung (Save Pwd) des Passwortes kann gefährlich sein, da somit anderen Personen über ihren Computer die Einwahl ermöglicht wird - außerdem könnte es auch ausspioniert werden.
  6. In der Regel müssen Sie unter Account nichts angeben.
  7. Comment ist eine freie Kommentarzeile.


  1. Wenn Sie nun die Ansicht Startup anwählen, können Sie unter Initial Remote Host Directory das Zielverzeichnis auf dem Zielrechner (Server) vorgeben, in das standardmäßig bei der Einwahl gewechselt werden soll (im Beispiel /www/570/htdocs/).
  2. Damit Sie möglichst auch gleich das Verzeichnis des eigenen Rechners angezeigt bekommen, in dem Ihre Webseiten auf die Übertragung (Upload) warten, tragen Sie den Pfad unter Initial Local Directory ein (z.B. C:/Eigene Dateien/html website/homepage telebus/).

Abschließend müssen Sie die Eingaben nur noch dauerhaft Übernehmen und können Abbrechen.
Eigen-
schaften definieren


In der General-Ansicht geben Sie Ihre eMail-Adresse ein und unter Text Viewer das Programm, mit dem Sie ggf. Texte auf dem Server lesen wollen. Sinnvoll ist z.B. das Programm NOTEPAD. Log filename ist der Name für die Protokolldatei und kann beliebig gewählt werden.
Dateien übertragen Zur Vorbereitung der Übertragung müssen Sie einige Schritte einleiten:
  1. Starten Sie WS FTP.
  2. Aus dem Fenster Eigenschaften von Session wählen Sie nun den Profile Name des gewünschten Zielrechners aus. Sollte das Fenster nicht geöffnet sein, öffnen Sie es, indem Sie auf den Schalter Connect drücken.
  3. Stellen Sie nun eine DFÜ-Verbindung zu Ihrem Einwahl-Provider her.
  4. Nun bestätigen Sie im Fenster Eigenschaften von Session den ausgewählten Profilname mit OK.
  5. Wenn der Kontakt mit Ihrem Zielrechner klappt, erscheint im rechten Fenster das Inhaltsverzeichnis ihres Zielrechners. Sofern noch nicht das Verzeichnis angezeigt wird, in das Sie Dateien kopieren wollen, müssen Sie sich durch den Verzeichnisbaum (Ordnersymbole) durchklicken. Doppelklick auf einen Ordner bringt Sie eine Ebene tiefer, derselbe Klick auf den Pfeil schließt das Verzeichnis und zeigt die nächst höhere Ebene an. Im linken Fenster sollten Sie das Stammverzeichnis Ihres Computers sehen können. Die verfügbaren Laufwerke werden unterhalb der Ordner und Dateien angezeigt.
  6. Aktivieren Sie in der Zeile unter den beiden Fenstern bei der ersten Einwahl auf jeden Fall die Option Auto. Dann wählt das Programm automatisch den richtigen Übertragungsmodus von Textdateien (ASCII) und Bilddateien etc. (Binary).
Sie können nun einzelne Dateien oder auch komplette Ordner (sofern Sie auf dem Server Ordner anlegen dürfen - z.B. bisher nicht bei T-Online) auswählen und übertragen. Die Übertragung starten Sie, indem sie einen der beiden Pfeile zwischen den Inhaltsverzeichnissen anwählen.
Hiermit übertragen Sie Daten von Ihrem Computer auf den Server.
Es gibt aber auch den umgekehrten Fall, nämlich die Übertragung von einem (FTP-)Server auf den eigenen Rechner.
Wenn die Übertragung beendet ist, trennen Sie durch Close die Verbindung zum Server. Vergessen Sie auch nicht, die DFÜ-Verbindung zu beenden.

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